Erneuerbare Energien sparen deutschen Stromverbrauchern in den Jahren 2014 bis 2018 etwa 40 Milliarden Euro

 08.10.2019

Bild von Ulrike Leone / Pixabay

 

Die Energiewende ist nicht nur gut fürs Klima: In den vergangenen vier Jahren haben Stromverbraucher hierzulande 40 Milliarden Euro gespart, weil in großem Umfang erneuerbare Energien ins Stromnetz eingespeist wurden. Das haben Wissenschaftler der FAU und des Energie Campus Nürnberg (EnCN) im Auftrag der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) ermittelt. Für ihr Diskussionspapier mit dem Titel „Deutschland ohne erneuerbare Energien? – Ein Update für die Jahre 2014-2018“ analysierten sie, wie zuvor schon für die Jahre 2011 bis 2013, die Strompreisentwicklung der vergangenen Jahre.

 

Auf der Basis historischer Daten der europäischen Strombörse EPEX errechnete das Team um Prof. Dr. Jürgen Karl, Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik, wie sich Strompreise für Privathaushalte und gewerbliche Kunden entwickelt hätten, wären keine erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung verfügbar gewesen. Ihr Ergebnis: Ohne erneuerbare Energien hätten private und gewerbliche Stromkunden in den vergangenen vier Jahren knapp 40 Milliarden Euro mehr für Strom gezahlt, seit 2011 wären es sogar rund 70 Milliarden Euro mehr gewesen. „Die Preise an den Europäischen Strombörsen erreichten in den vergangenen Jahren historische Tiefststände. Grund dafür war das wachsende Angebot erneuerbarer Energien“, erklärt Prof. Karl. ...

 

Das zunehmende Angebot erneuerbarer Energien kompensierte den Rückgang der verfügbaren konventionellen und nuklearen Erzeugungskapazität. Ohne Wind und Photovoltaik wäre es trotz Inbetriebnahme einiger neuer Kohlekraftwerke in den Jahren 2012 bis 2015 zu signifikanten Versorgungsengpässen gekommen. ...

Gleichzeitig stabilisierte der Ausbau erneuerbarer Energien die Strompreise: Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung blieben die Strompreise für deutsche Haushalte seit 2013 nach massiven Preissteigerungen in den Jahren zuvor nahezu konstant: ...

 

Das Fazit der Analyse: Um die Strompreise in den Jahren 2022 und 2023 weitgehend stabil halten und zugleich die CO2-Einsparziele der Bundesregierung annähernd erreichen zu können, müsste der im Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) festgelegte Ausbaukorridor für erneuerbare Energien – das heißt die Kapazitäten, die jährlich hinzukommen sollten – mindestens verdrei- oder sogar vervierfacht werden. Preismindernd würde sich hingegen der Ausbau von Stromspeichern in signifikanter Zahl auswirken.

 

Quelle:

https://www.fau.de/2019/10/news/sparen-dank-der-energiewende/

 

 

 

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